"Das Leben ist wie ein Buch: Wer nicht reist, liest nur eine Seite davon."

Jean Paul (1763 - 1825)

Dienstag, 22. September 2009

Primavera - Fruehling. Der hat hier gestern begonnen. Und anders als in Deutschland wird der Fruehlingsanfang hier richtig gefeiert. Wir hatten schulfrei und am Sonntag gab es ueberall Partys. Eigentlich hatten wir auch vor zu einer hinzugehen, aber irgendwie waren wir abends dann alle zu muede und hatte keine Lust, von Icho Cruz bis nach Carlos Paz, der Stadt in der die Party stattgefunden hat, mit dem Bus zu fahren. Icho Cruz ist ein kleines Dorf in den Bergen. Wir haben dort in dem Haus von Gaby, einem Freund, das Wochenende verbracht. Am Samstagabend sind wir losgefahren, das Auto vollgepackt mit Getraenken und sonstiger Verpflegung, die aus einem riesigen - und wenn ich schreibe riesigen, dann meine ich wirklich gigantischen ;) - Berg aus Hamburger- und Hotdogbroetchen plus Fleisch und Wuerstchen bestand. Das sollte dann auch die Mahlzeiten der naechsten drei Tage darstellen. Nicht besonders abwechslungsreich, ich glaube fuer´s erste haben wir jetzt alle genug von Hamburgern und Hotdogs ;).
Das Haus, in dem wir geschlafen haben liegt direkt in den Bergen, neben einem Fluss. Die Landschaft ist wunderschoen, echt mal was anderes als die Grossstadt Córdoba, es gibt nicht viele Haeuser und nachts kann man einen Sternenhimmel sehen, das ist unglaublich. Wir waren ungefaehr zwanzig Leute und haben den ganzen Tag draussen verbracht, meistens unten am Fluss, der zurzeit eher aussiehtwie ein breiter Bach, weil fast kein Wasser drin ist. An manchen Stellen war er aber so tief, dass man schwimmen konnte, was ich dann auch sofort ausgenutzt habe. ;)
Abends sassen wir alle draussen, haben geredet und Musik gehoert. Wer muede war, hat sich im Haus ein Bett gesucht, oder sich , wenn die alle besetzt waren, irgendwo anders hingelegt. Geduscht haben wir mit kaltem Wasser, warmes gab es erst am Montag, als fast alle wieder nach Hause gefahren waren. Nur noch meine Gastschwestern, Georgi, Nora, Gaby, Agus und ich hatten uns spontan entschieden, noch eine Nacht laenger zu bleiben. Mir haben die letzten Tage super gut gefallen, es war zwar sehr anstrengend, den ganzen Tag mit so vielen Leuten zusammen zu sein, die alle ununterbrochen in einer Sprache sprechen, die man nicht besonders gut versteht, aber die Freunde meiner Gastschwestern, teilweise auch schon meine Freunde, sind alle total lustig und verrueckt, sodass man sich eigentlich nur wohlfuehlen kann...

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