Also eins muss ich jetzt mal feststellen: Die Argentinier lassen das Leben echt ruhig angehen... Hier macht sich keiner unnoetigen Stress, man nimmt einfach alles so hin, wie es gerade kommt, macht Plaene und hat sie am naechsten Tag wieder vergessen, entscheidet spontan und entscheidet sich im naechsten Moment wieder um... Im Gegensatz dazu ist man in Deutschland wirklich pingelig und peinlich genau. ;) Mein Leben ist hier dementsprechend ziemlich locker, das Beste ist immer, einfach abzuwarten und alles auf sich zukommen zu lassen - Es bringt hier nichts, jedes Wort so super ernst zu nehmen oder gross voraus zu planen...
Und nun zu meiner vergangenen Woche: An der Schule hat sich nicht viel geaendert, nur, dass ich ein paar neue Faecher hatte, zum Beispiel Relevamiento, keine Ahnung was das auf deutsch bedeutet. Nora und ich muessen da zurzeit ein Projekt ueber das Gesundheitssystem in Deutschland/Argentinien schreiben, aber eigentlich hat man in dem Fach eine andere Aufgabe: Die Schueler hier muessen naemlich einmal in der Woche fuer drei Stunden eine Art Praktikum im Kindergarten/Behindertenheim/Tierarzt/usw. machen und in den Schulstunden darueber Tagebuch schreiben. Find ich eigentlich ganz cool, wenn man sich den richtigen Ort aussucht ;) Ausserdem haben wir hier alle zwei Wochen Tutoría, das ist kein richtiges Fach, da sitzt man mit ungefaehr sechs anderen aus seiner Klasse mit einer Frau zusammen und redet ueber Schule, Probleme, Freizeit, alles Moegliche - Ob jetzt jemand, der wirklich Probleme hat, in der Stunde darueber reden wuerde, bezweifle ich zwar, aber naja, besser als lernen ;)
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