Freitag, 25. September 2009
Heute gab es in der Schule eine Theaterauffuehrung. Die sechste Klasse - das ist hier die Abschlussklasse, im Moment Carlas Klasse - hat fuer die Lehrer was vorgespielt. Das Stueck war selbst ausgedacht und handelte von den Lehrern der Schule. Es war einfach nur super witzig, auch wenn ich nicht viel von dem gesprochenen verstanden habe, konnte ich doch viele Lehrer erkennen :D Die haben die teilweise so richtig gut und voll uebertrieben dargestellt.... Echt lustig ;)
Dienstag, 22. September 2009
Primavera - Fruehling. Der hat hier gestern begonnen. Und anders als in Deutschland wird der Fruehlingsanfang hier richtig gefeiert. Wir hatten schulfrei und am Sonntag gab es ueberall Partys. Eigentlich hatten wir auch vor zu einer hinzugehen, aber irgendwie waren wir abends dann alle zu muede und hatte keine Lust, von Icho Cruz bis nach Carlos Paz, der Stadt in der die Party stattgefunden hat, mit dem Bus zu fahren. Icho Cruz ist ein kleines Dorf in den Bergen. Wir haben dort in dem Haus von Gaby, einem Freund, das Wochenende verbracht. Am Samstagabend sind wir losgefahren, das Auto vollgepackt mit Getraenken und sonstiger Verpflegung, die aus einem riesigen - und wenn ich schreibe riesigen, dann meine ich wirklich gigantischen ;) - Berg aus Hamburger- und Hotdogbroetchen plus Fleisch und Wuerstchen bestand. Das sollte dann auch die Mahlzeiten der naechsten drei Tage darstellen. Nicht besonders abwechslungsreich, ich glaube fuer´s erste haben wir jetzt alle genug von Hamburgern und Hotdogs ;).
Das Haus, in dem wir geschlafen haben liegt direkt in den Bergen, neben einem Fluss. Die Landschaft ist wunderschoen, echt mal was anderes als die Grossstadt Córdoba, es gibt nicht viele Haeuser und nachts kann man einen Sternenhimmel sehen, das ist unglaublich. Wir waren ungefaehr zwanzig Leute und haben den ganzen Tag draussen verbracht, meistens unten am Fluss, der zurzeit eher aussiehtwie ein breiter Bach, weil fast kein Wasser drin ist. An manchen Stellen war er aber so tief, dass man schwimmen konnte, was ich dann auch sofort ausgenutzt habe. ;)
Abends sassen wir alle draussen, haben geredet und Musik gehoert. Wer muede war, hat sich im Haus ein Bett gesucht, oder sich , wenn die alle besetzt waren, irgendwo anders hingelegt. Geduscht haben wir mit kaltem Wasser, warmes gab es erst am Montag, als fast alle wieder nach Hause gefahren waren. Nur noch meine Gastschwestern, Georgi, Nora, Gaby, Agus und ich hatten uns spontan entschieden, noch eine Nacht laenger zu bleiben. Mir haben die letzten Tage super gut gefallen, es war zwar sehr anstrengend, den ganzen Tag mit so vielen Leuten zusammen zu sein, die alle ununterbrochen in einer Sprache sprechen, die man nicht besonders gut versteht, aber die Freunde meiner Gastschwestern, teilweise auch schon meine Freunde, sind alle total lustig und verrueckt, sodass man sich eigentlich nur wohlfuehlen kann...
Das Haus, in dem wir geschlafen haben liegt direkt in den Bergen, neben einem Fluss. Die Landschaft ist wunderschoen, echt mal was anderes als die Grossstadt Córdoba, es gibt nicht viele Haeuser und nachts kann man einen Sternenhimmel sehen, das ist unglaublich. Wir waren ungefaehr zwanzig Leute und haben den ganzen Tag draussen verbracht, meistens unten am Fluss, der zurzeit eher aussiehtwie ein breiter Bach, weil fast kein Wasser drin ist. An manchen Stellen war er aber so tief, dass man schwimmen konnte, was ich dann auch sofort ausgenutzt habe. ;)
Abends sassen wir alle draussen, haben geredet und Musik gehoert. Wer muede war, hat sich im Haus ein Bett gesucht, oder sich , wenn die alle besetzt waren, irgendwo anders hingelegt. Geduscht haben wir mit kaltem Wasser, warmes gab es erst am Montag, als fast alle wieder nach Hause gefahren waren. Nur noch meine Gastschwestern, Georgi, Nora, Gaby, Agus und ich hatten uns spontan entschieden, noch eine Nacht laenger zu bleiben. Mir haben die letzten Tage super gut gefallen, es war zwar sehr anstrengend, den ganzen Tag mit so vielen Leuten zusammen zu sein, die alle ununterbrochen in einer Sprache sprechen, die man nicht besonders gut versteht, aber die Freunde meiner Gastschwestern, teilweise auch schon meine Freunde, sind alle total lustig und verrueckt, sodass man sich eigentlich nur wohlfuehlen kann...
Montag, 14. September 2009
Wir haben heute doch nicht bei dem Grossvater gegessen, sondern sind zu Verwandten gefahren, die in einer kleinen Stadt 30km von Córdoba entfernt leben. Die Stadt, fuer mich wirkt sie eher wie ein Dorf, hat aber 28 000 Einwohner, liegt mitten in den Bergen, die ueberall um Córdoba herum liegen. Die Landschaft gefaellt mir, obwohl im Moment alles vertrocknet ist, weil es hier im Winter so gut wie nie regnet. Sergio und Carina, die Verwandten meiner Gastfamilie wohnen mit ihren beiden Soehnen in einem kleinen Haeuschen, aehnlich wie die meisten anderen Haeuser in der Gegend. Die Waende bestehen von innen aus Spanplatten - oder so etwas aehnlichem - und die Einrichtung ist zusammengewuerfelt und einfach. Das Haus besteht aus einem Wohnraum mit Mini-Kueche und grossem Esstisch, einem winzigen Badezimmer und zwei kleinen Schlafzimmern. Mit Mabel und ihrem kleinen Neffen klettere ich ein Stueck den Berg rauf, sie wollen mir die Aussicht zeigen. Man kann ueber die ganze Stadt gucken und sogar den Flughafen von Córdoba sehen. Dann decken wir den Tisch, waehrend Sergio und Julio (Mabels Papa) das Fleisch grillen. Nach dem Essen fahren wir noch zu einem See in der Naehe, super schoen, auch hier kann man den fehlenden Regen bemerken, der Wasserspiegel ist um 8m gesunken... Ich mache ein paar Fotos, leider ist dann mein Akku leer.....
Sonntag, 13. September 2009
Wir sitzen im Taxi, von der Disco auf dem Weg nach Hause . Meine Gastschwester ist schon halb am schlafen. Wir fahren an einer Kirche vorbei, kurz oeffnet sie die Augen halb und macht ein Kreuzzeichen. Ich muss grinsen, dass sie das selbst im Halbschlaf nicht vergisst. Als ich zum ersten Mal gesehen habe, dass sich jemand hier so bekreuzigt hat, als er an einer Kirche vorbeikam war das im Bus und ich habe den Zusammenhang mit der Kirche noch gar nicht gesehen. Ich dachte mir nur, hat die Frau so grosse Angst, mit dem Bus zu verungluecken, dass sie sich schon bekreuzigen muss??? Naja, ich habe jetzt allerdings herausgefunden, dass das hier total viele machen, selbst wenn sie eigentlich gar nichts mit der Kirche am Hut haben. Das ist wohl so eine Gewohnheit... Zu Hause angekommen, schlafen wir bis mittags, dann gehen wir zu dem Grossvater meiner Gastschwestern zum Mittag essen. Heute ist Sonntag, das heisst, es gibt Asado, eine typisch argentinische Grillspezialitaet. Fast in allen Haeusern wird das sonntags gegessen, mir hat mal jemand erzaehlt, in Argentinien ist ein Sonntag ohne Asado kein richtiger Sonntag.
Sonntag, 6. September 2009
Also eins muss ich jetzt mal feststellen: Die Argentinier lassen das Leben echt ruhig angehen... Hier macht sich keiner unnoetigen Stress, man nimmt einfach alles so hin, wie es gerade kommt, macht Plaene und hat sie am naechsten Tag wieder vergessen, entscheidet spontan und entscheidet sich im naechsten Moment wieder um... Im Gegensatz dazu ist man in Deutschland wirklich pingelig und peinlich genau. ;) Mein Leben ist hier dementsprechend ziemlich locker, das Beste ist immer, einfach abzuwarten und alles auf sich zukommen zu lassen - Es bringt hier nichts, jedes Wort so super ernst zu nehmen oder gross voraus zu planen...
Und nun zu meiner vergangenen Woche: An der Schule hat sich nicht viel geaendert, nur, dass ich ein paar neue Faecher hatte, zum Beispiel Relevamiento, keine Ahnung was das auf deutsch bedeutet. Nora und ich muessen da zurzeit ein Projekt ueber das Gesundheitssystem in Deutschland/Argentinien schreiben, aber eigentlich hat man in dem Fach eine andere Aufgabe: Die Schueler hier muessen naemlich einmal in der Woche fuer drei Stunden eine Art Praktikum im Kindergarten/Behindertenheim/Tierarzt/usw. machen und in den Schulstunden darueber Tagebuch schreiben. Find ich eigentlich ganz cool, wenn man sich den richtigen Ort aussucht ;) Ausserdem haben wir hier alle zwei Wochen Tutoría, das ist kein richtiges Fach, da sitzt man mit ungefaehr sechs anderen aus seiner Klasse mit einer Frau zusammen und redet ueber Schule, Probleme, Freizeit, alles Moegliche - Ob jetzt jemand, der wirklich Probleme hat, in der Stunde darueber reden wuerde, bezweifle ich zwar, aber naja, besser als lernen ;)
Und nun zu meiner vergangenen Woche: An der Schule hat sich nicht viel geaendert, nur, dass ich ein paar neue Faecher hatte, zum Beispiel Relevamiento, keine Ahnung was das auf deutsch bedeutet. Nora und ich muessen da zurzeit ein Projekt ueber das Gesundheitssystem in Deutschland/Argentinien schreiben, aber eigentlich hat man in dem Fach eine andere Aufgabe: Die Schueler hier muessen naemlich einmal in der Woche fuer drei Stunden eine Art Praktikum im Kindergarten/Behindertenheim/Tierarzt/usw. machen und in den Schulstunden darueber Tagebuch schreiben. Find ich eigentlich ganz cool, wenn man sich den richtigen Ort aussucht ;) Ausserdem haben wir hier alle zwei Wochen Tutoría, das ist kein richtiges Fach, da sitzt man mit ungefaehr sechs anderen aus seiner Klasse mit einer Frau zusammen und redet ueber Schule, Probleme, Freizeit, alles Moegliche - Ob jetzt jemand, der wirklich Probleme hat, in der Stunde darueber reden wuerde, bezweifle ich zwar, aber naja, besser als lernen ;)
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