"Das Leben ist wie ein Buch: Wer nicht reist, liest nur eine Seite davon."

Jean Paul (1763 - 1825)

Montag, 24. Mai 2010

Pfingsten:

Am Samstag abend war ich mit ein paar Freunden aus der Missionaersgruppe bei einem Fest "Vorabend zu Pfingsten". Ich hatte nicht wirklich eine Idee, was das bedeuten sollte oder wie es werden wuerde - es war genial. Um neun Uhr abends haben wir uns in der Sporthalle und dem Vorplatz einer Schule im Zentrum Cordobas getroffen. Wir kamen an und waren erstmal total ueberrascht, wie viele Jugendliche sich zu so einer Pfingstfeier kommen (nachher wurde die Zahl durchgegeben, wir waren 1800)...Die Atmosphaere war toll, wir haben getanzt und gesungen und zwischendurch gab es ein paar Reden, ueber Religion aber auch andere Themen.. Man muss dazusagen dass der Christentum in der dritten Welt ein bisschen weiter geht als in Europa.. Die Grundsaetze sind zwar dieselben aber die Hauptidee hier ist: Auch wenn wir nicht die Reichsten sind und dieses Land hundertmillionen Probleme hat, es gibt andere, denen es schlechter geht und denen gilt es zu helfen.
Die Reden handelten also auch vom alltaeglichen Leben, vom sozialen und, nicht zu vergessen, vom 200. Geburtstag Argentiniens (eigenltich morgen, wird aber schon die ganze letzte Woche gefeiert). Das war fuer mich auch total fremd. Die Argentinier haben zwar bestimmt auch nicht den groessten Nazionalstolz auf Erden, aber im Gegensatz zu den Deutschen... Man singt die Hymne, haengt Flaggen auf, und eben in dieser Zeit wird in so einer Pfingstveranstaltung abgesehen von "Es lebe Jesus" oder "Es lebe der heilige Geist" auch gerne gerufen "Es lebe das Vaterland"..
Naja, ich fand es einfach nur toll, um 4 Uhr morgens war der Teil in der Schule vorbei und wir sind alle zusammen losgelaufen zur Kathedrale... Das war irgendwie der Hammer, mit 1800 Jugendlichen durch die Strassen zu laufen, alle am Singen und einfach gut drauf. Um 5 Uhr morgens fing die Messe an, ich hab noch nie so eine volle Kirche gesehen, wir sassen auf dem Boden weil nicht genug Platz war, bei den Liedern haben sogar die 10 Pastore, die gekommen waren, mitgeklatscht und wenn man dann bedenkt dass in der heutigen Zeit der Glaube ja doch sehr selten geworden ist, war es wirklich ueberwaeltigend. :)

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